Das Mobilfunknetz der fünften Generation wird bald Realität sein, so lautet die Zielsetzung des größten chinesischen Kommunikationsausrüsters Huawei Technologies, der über seine deutsche Tochterfirma ebenfalls in Deutschland mit zahlreichen Niederlassungen vertreten ist.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet heute: Um die Datenübertragungsrate von 10 GBit/s anbieten zu können, arbeiten momentan Hunderte von Entwicklern bereits der 5G Technologie, obwohl der 4G Mobilfunkstandard der Allgemeinheit noch nicht flächendeckend zur Verfügung steht. China mobile, der weltweit größte Mobilfunkanbieter, erwartet die Erteilung der nötigen Lizenzen zum Ende dieses Jahres. Es gibt heute in 75 Ländern etwa 200 kommerziell genutzte 4G Netze, weitere 200 Netze sind im Aufbau oder geplant, sagt der Hauptgeschäftsführer Hu unter Berufung auf die Global Mobile Suppliers Association. Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung wird bis 2018 Zugang zu 4G Mobilfunknetzen haben.

100-fache Leistung von G4

Aufgrund der steigenden Verbreitung mobiler Geräte wie Smartphones und Tablets hat sich gleichlaufend die Nachfrage bezüglich schneller Datendienste erhöht. Die Genehmigungen für 4G LTE (long term evolution) und TD LTE (time-division long term evolution) Kommunikationsnetze sind bereits von den staatlichen Behörden abgesegnet.
Das geplante 5G-Netz erfordert die Freigabe geeigneter Frequenzen durch staatliche Aufsichtsbehörden. Geben die Ämter grünes Licht, wird mobiles Breitband mit Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabyte erzeugt, das entspricht dem Hundertfachen der schnellsten 4G-Verbindung. Die aktuelle 4G-Technologie bietet Internetverbindungen mit bis zu 100 Megabyte, das ist drei Mal schneller als die vorausgegangene 3G-Technologie.

Stärkung der Position auf dem Weltmarkt

Das chinesische Unternehmen will gemeinschaftlich mit Partnern in Taiwan die 5G-Technologie entwickeln und anschließend eine Lieferkette aufbauen, so wie es bereits im Sektor Smartphone und Tablets gehandhabt wird, berichtet heute die Commercial Times unter Berufung auf das chinesische Ministerium für Industrie und Information. Der zuständige Minister hat bereits Taiwanesische Fachleute zu einer Visite der G5-Entwicklerteams eingeladen und kommentierte dazu: China und Taiwan sind gemeinsam in der Lage, den Mobilfunk der fünften Generation zu realisieren. Diese Co-Produktion würde neben der Telekommunikationsbranche auch andere wirtschaftliche Bereiche spürbar stärken.

Theorie und Praxis in Deutschland

Bereits im Mai hatte das koreanische Elektronikkonzern Samsung in eigenen Testreihen Daten mit 5G übertragen. Die Anlage mit 64 Antennen schafften dabei auf einer 28-GHz-Frequenz über eine Strecke von 2 Kilometern 1,056 GBit/s. Der Konkurrenzdruck nimmt beachtlich zu: So forscht China mit der IMT-2020 (5G) Promotion Group, der japanische Mobilfunkbetreiber NTT DoCoMo und auch die Europäische Union strebt hinsichtlich der 5G-Technologie die Marktreife für 2020 an. Die Ergebnisse für Deutschland fallen eher ernüchternd aus. Die Messungen der Bundesnetzagentur ergaben für LTE-Anschlüsse mit 2 – 8 MBit/s bei 33,1% die volle Leistung, jedoch bei 67,5 der Nutzer nur die halbe Übertragungsrate. Bei 25 – 50 MBit/s Übertragungsrate kam bei 23,3% der Teilnehmer die halbe Leistung an und nur 1,6% erhielten volle Übertragungsrate. Wie es momentan aussieht, sind demnach noch hohe Investionen in den deutschen Netzen nötig, damit die neuesten Technologien aufgrund nicht vorhandener oder unzureichender Datentransportsysteme von den Endverbrauchern genutzt werden können.


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